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Unzulässige Verschiebung von Kosten in andere Leistungspositionen

 

BVA 10.11.2012 (N/0094-BVA/03/2012-19): Eine „Umlagerung“ von Kosten, führt, auch wenn sich der Gesamt-Angebotspreis nicht ändert, zu einer Verschiebung der Kosten der angebotenen Leistungen von nachgefragten Leistungspositionen in andere nachgefragte Leistungspositionen. Eine Vergleichbarkeit und Nachvollziehbarkeit der geforderten Leistungen ist dem Auftraggeber dadurch nicht möglich. Diese Vorgangsweise scheint den Tatbestand einer spekulativen Angebotserstellung zu erfüllen. Verlangt eine Ausschreibung die Auspreisung konkreter Leistungspositionen, dann darf der Bieter grundsätzlich keine Verschiebung von verlangten Kosten zwischen den Leistungspositionen vornehmen (Mischkalkulation), andernfalls das Angebot ausschreibungswidrig ist.
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